Markus Kirche, Bern

Die Kirchen verändern sich und wird im Beispiel der Markuskirche in Bern zu einem neuen Veranstaltungsort.

Während die Funktion der Kirchen als Treffpunkt für Gläubige immer mehr in den Hintergrund tritt, wächst die Bedeutung der angegliederten sozialen Dienste. Das Programm wird vielfältiger und übernimmt eine wichtige Position zur Pflege der Kommunikation im Quartier.

Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Erdsonden-Wärmepumpe und wird über Photovoltaikanlagen ergänzt . Alle drei Gebäude, Kirche, Kirchgemeindehaus und ehemaliges Pfarrhaus werden über mechanische Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung be- und entlüftet. Die Gebäudehülle wird partiell saniert und gedämmt, wo dies ohne die Gestalt zu verändern möglich ist. Auch die bestehenden Fenster werden nachgerüstet. Für die Zu- und Abluft werden die bestehenden Lüftungsaussparungen wiederverwendet.

Dieser Lösungsansatz gewährleistet, dass die energetischen Anforderungen an ein Nachhaltigkeitslabel wie SNBS und die verschärften Vorschriften MuKEn bezüglich Brauchwarmwasser mit einem pragmatischen Technisierungsgrad aus erneuerbaren Energien eingehal-
ten werden.

Gebäudetechnikmodell EPRO
Verschattungsanalyse EPRO

Aufgrund der Schutzwürdigkeit der Kirche und ihrer weiterhin unregelmässigen Nutzung wird davon ausgegangen, dass hier auch künftig die Temperatur zwischen den Anlässen abgesenkt wird. Mit der wärmetechnischen Ertüchtigung von Dach, Boden und Fenstern ist es möglich, den Verbrauch und die Behaglichkeit zu optimieren. Die Beheizung der Kirche erfolgt mittels Umluft-Heizbetrieb über eine Teilklimalüftungsanlage mit Aufstellung im Untergeschoss. Diese Anlage dient zudem zur Gewährleistung des notwendigen Frischluftbedarfes und garantiert eine minimale Raumluftfeuchte im Winterhalbjahr.

Ergänzt wird die Beheizung über Wand-Konvektoren entlang der hohen Fenster über dem Seitenschiff zur Verhinderung von Kondenswasser und Kaltluftabfall. Die Warmluft wird zugfrei über den neuen Doppelboden eingeblasen und im hinteren Bereich der Kirche über die
bestehenden Öffnungen wieder abgesogen.

Visualisierung: AA+ Architekten, Bern

Das ehemalige Kirchgemeindehaus und das ehemalige Pfarrhaus werden ebenfalls komplett neu erschlossen. Die Beheizung erfolgt im Bestand über die bestehenden Radiatoren, im Um- und Anbaubereich über die neue Bodenheizung. Die Gebäude werden mit einer Komfortlüftungsanlage ausgerüstet, welche die einzelnen Räume, teilweise über Kaskadenschaltung, mit Frischluft versorgt. Das neue Gebäudedach wird als Photovoltaikanlage ausgebildet werden, um einen möglichst hohen Anteil des Strombedarfes des Gebäudes zu
kompensieren.


Auftraggeber / Referenz
Herr Ueli Krauss, AA+ Architekten, Bern, Tel. +41 31 350 14 60

Architekt
AA+ Architekten, Bern

Bauherr
ev. ref. Gesamtkirchgemeinde Bern – Kirchmeieramt

Projektstandort
Tellstrasse 35, 3014 Bern

Planungsleistungen, Projektinformationen

Fachplanung
HLKSE und GA Phase 4.31-4.53


Fachkoordination
HLKSE und GA Phase 4.31-4.53




Planungszeit
2022 – 2024


Realisierungszeit
2024 – 2025


Baukosten Gebäudetechnik
2.5 Mio. CHF


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Patrick Hirschi
Telefon +41 58 502 73 77
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